PUMP-Methode: Nabelbruchoperation über einen kleinen Schnitt
Die PUMP-Methode – präperitoneale umbilikale Meshplastik – verbindet einen kleinen direkten Zugang mit einer Netzverstärkung der Bauchwand. Bei Nabelbrüchen, die eine Netzversorgung benötigen, ist sie meine bevorzugte Methode.
Das Netz wird zwischen Bauchfell und Bauchdecke platziert. Danach wird die Bruchpforte zusätzlich mit Nähten verschlossen. Eine Bauchspiegelung oder robotische Unterstützung ist dafür nicht erforderlich.
Terminvereinbarung für beide Ordinationen: +43 1 40180 7010 · OP-Termine und medizinische Fragen: +43 680 330 11 45
Warum ich die PUMP-Methode bevorzuge
Ein kleiner direkter Zugang ist bei einem Nabelbruch in den meisten Fällen die schonendste Lösung. Die Bruchstelle liegt unmittelbar unter dem Nabel und lässt sich dadurch gezielt erreichen.
Über diesen Zugang kann ich den Bruch versorgen und das Netz einbringen. Zusätzliche Einstichstellen für eine Kamera und weitere Instrumente sind nicht notwendig. Bei einem begrenzten Nabelbruch bietet eine laparoskopische oder robotische Operation deshalb aus meiner Sicht häufig keinen entscheidenden Zusatznutzen.
Wie läuft die PUMP-Operation ab?
Über einen kleinen Schnitt im Bereich der Nabelfalte stelle ich den Bruch dar und verlagere den Bruchinhalt zurück. Anschließend bereite ich zwischen Bauchfell und Bauchdecke den Platz für das Netz vor.
Das Netz wird so platziert, dass es die Bruchlücke ausreichend überlappt und die umgebende Bauchwand verstärkt. Das Bauchfell trennt es vom Darm und den anderen inneren Organen.
Danach verschließe ich die Bruchpforte zusätzlich mit Nähten. Abschließend wird die Hautwunde vernäht und mit einem Duschpflaster versorgt.
Welche Risiken bestehen bei der PUMP-Operation?
Bei sorgfältiger Durchführung sind schwerwiegende Komplikationen selten. In der Heilungsphase können leichte Wundschmerzen, Blutergüsse und Schwellungen im Bereich des Nabels auftreten. In der Wundhöhle unter der Haut kann sich vorübergehend Wundflüssigkeit ansammeln (Serom). Diese Begleiterscheinungen bilden sich meist von selbst zurück.
Wundheilungsstörungen, Infektionen, länger anhaltende Beschwerden oder ein erneuter Bruch sind seltene mögliche Komplikationen. Selten können netzbezogene Probleme auftreten. Über Ihre individuellen Risiken informiere ich Sie persönlich vor dem Eingriff.
Nach der PUMP-Operation
Die meisten Patienten können wenige Stunden nach der OP oder spätestens am Tag nach der OP das Spital verlassen. Spazierengehen und leichte Alltagsbewegung sind meist bereits wenige Stunden nach dem Eingriff möglich und auch erwünscht.
Leichte sportliche Aktivitäten wie Joggen, Schwimmen und Radfahren sind bei unkompliziertem Heilungsverlauf nach etwa zwei Wochen wieder möglich. Voraussetzung für das Schwimmen ist eine vollständig verheilte Wunde. Stärkere körperliche Belastungen können meist nach etwa vier bis sechs Wochen wieder aufgenommen werden.
Bei der Nachkontrolle beurteile ich die Wundheilung und entferne die Hautnähte. Auch nach Abschluss der Behandlung bin ich persönlich für Ihre Fragen erreichbar.
Weitere Informationen zur Erholung und Nachsorge →
Beratung zur PUMP-Methode in Wien
Ob die PUMP-Methode für Ihren Nabelbruch geeignet ist, kläre ich durch eine persönliche Untersuchung. Eine Ultraschalluntersuchung vor Ihrem Termin ist nicht erforderlich. Bei Bedarf kann ich diese selbst in der Ordination durchführen.
Die Entscheidung zur Operation und ihren Zeitpunkt stimmen wir gemeinsam ab – unter Berücksichtigung Ihres Befunds, Ihrer Beschwerden sowie Ihrer privaten und beruflichen Pläne.
OP-Termine sind in der Regel kurzfristig innerhalb einiger Tage bis weniger Wochen möglich.
Terminvereinbarung für beide Ordinationen: +43 1 40180 7010 · OP-Termine und medizinische Fragen: +43 680 330 11 45
Informationen zur Behandlung bei Priv. Doz. Dr. Emanuel Sporn – Facharzt für Chirurgie, Viszeralchirurgie und Gefäßchirurgie, Spezialist für Hernienchirurgie in Wien.