DeutschEnglishУкраїнськаРусскийRomânăالعربية
Hernien-Spezialist Wien Priv. Doz. Dr. Emanuel Sporn · Spezialist für Hernienchirurgie in Wien

TAPP-Operation bei Leistenbruch

Die laparoskopische TAPP ist meine bevorzugte Methode zur Versorgung von Leistenbrüchen. Über kleine Zugänge kann ich die Leistenregion von innen beurteilen und mit einem ausreichend großen Netz verstärken. Auch beidseitige Leistenbrüche lassen sich über dieselben Zugänge in einer Operation behandeln.

Beratungstermin vereinbarenRaschen OP-Termin anfragen

Terminvereinbarung für beide Ordinationen: +43 1 40180 7010 · OP-Termine und medizinische Fragen: +43 680 330 11 45

Minimal-invasive Hernienoperation im Operationssaal

Was bedeutet TAPP?

TAPP steht für transabdominelle präperitoneale Plastik. Der Zugang zur Leistenregion erfolgt durch die Bauchhöhle. Das Netz wird anschließend zwischen Bauchfell und Bauchdecke platziert. Danach wird das Bauchfell über dem Netz wieder verschlossen, sodass es vom Bauchinhalt getrennt ist.

Wie läuft die TAPP-Operation ab?

Die Operation erfolgt in Vollnarkose. Über einen kleinen Zugang am Oberrand des Nabels führe ich eine Kamera ein. Zwei weitere, jeweils etwa 8–10 mm große Zugänge beidseits etwa 10 cm seitlich des Nabels ermöglichen das Arbeiten mit feinen Instrumenten. Kohlendioxid schafft vorübergehend den notwendigen Arbeitsraum.

Nach Eröffnung des Bauchfells lege ich die betroffene Leistenregion sorgfältig frei und verlagere den Bruchinhalt zurück. Anschließend platziere ich ein ausreichend großes Netz, das die Bruchstelle und die weiteren potenziellen Schwachstellen der Leistenregion großflächig abdeckt.

Während das Netz früher häufig mit gewebedurchdringenden Tackern fixiert wurde, die Schmerzen verursachen konnten, verwende ich einen medizinischen Gewebekleber zur schonenden Netzfixierung.

Zum Abschluss verschließe ich das Bauchfell über dem Netz. Dadurch wird verhindert, dass das Netz mit dem Darm oder anderen inneren Organen in direkten Kontakt kommt. Das Netz wächst anschließend in das umgebende Gewebe der Bauchdecke ein.

Danach werden die Hautschnitte mit Nähten verschlossen und mit Duschpflastern versorgt.

Welche Vorteile bietet die TAPP-Operation?

Gute Übersicht und großflächige Verstärkung

Die Sicht von innen ermöglicht mir, die gesamte Leistenregion genau zu beurteilen. Das Netz deckt nicht nur die vorhandene Bruchstelle ab, sondern verstärkt auch die benachbarten potenziellen Schwachstellen.

Beide Leisten über dieselben Zugänge versorgen

Bei einem beidseitigen Leistenbruch können beide Seiten in derselben Operation behandelt werden. Zusätzliche Hautschnitte sind dafür nicht erforderlich.

Kleine Zugänge und rasche Erholung

Die kleinen Zugänge ermöglichen bei vielen Patienten eine rasche Erholung. Spazierengehen und leichte Alltagsbewegung sind meist bereits wenige Stunden nach der Operation möglich und auch erwünscht.

Bessere Langzeitergebnisse

Patienten, die mit der TAPP-Methode operiert wurden, haben statistisch gesehen deutlich seltener chronische Schmerzen in der Leiste als nach der offenen OP mit Netz.

Auch bei erneut aufgetretenem Leistenbruch möglich

Nach einer früheren offenen Leistenbruchoperation kann die TAPP besonders sinnvoll sein, weil der Zugang von der anderen Seite der Bauchwand und damit häufig durch weniger vernarbtes Gewebe erfolgt.

Auch nach einer früheren TAPP-Operation ist eine neuerliche Versorgung mittels TAPP meist möglich. Für die Planung sind der aktuelle Befund und der frühere OP-Bericht besonders hilfreich.

Welche Risiken bestehen?

Bei sorgfältiger Durchführung und entsprechender Expertise sind schwerwiegende Komplikationen sehr selten. Kleinere Blutergüsse, Flüssigkeitsansammlungen im Bereich des ehemaligen Bruchsacks und eine vorübergehende Schwellung des Unterbauchs gehören zu den möglichen, meist harmlosen Begleiterscheinungen der Operation und bilden sich in der Regel von selbst zurück.

Selten sind Verletzungen von Gefäßen, Nerven oder inneren Organen möglich. Hinzu kommen die allgemeinen Risiken einer Operation und Vollnarkose. Beschwerden oder Schmerzen können länger anhalten; auch ein erneuter Bruch ist möglich. Über Ihre individuellen Risiken und die Möglichkeiten, diese zu verringern, informiere ich Sie persönlich vor dem Eingriff.

Nach der TAPP-Operation

Viele Patienten können das Spital noch am Operationstag oder am folgenden Tag verlassen. Den Zeitpunkt der Entlassung stimmen wir auf Ihr Befinden und den Operationsverlauf ab.

In den ersten Tagen können leichte Wundschmerzen im Bereich der Schnitte beziehungsweise Einstichstellen sowie ein Ziehen oder Spannungsgefühl im Bereich der Leisten auftreten. Sie erhalten eine auf Ihren Bedarf abgestimmte Schmerzbehandlung.

Vor der Entlassung erhalten Sie genaue Hinweise zur Wundpflege, zum Duschen und zum Umgang mit den Pflastern. Wann Sie wieder arbeiten oder Sport betreiben können, hängt von Ihrer Tätigkeit, Ihrer Konstitution und der Größe der Hernie ab. Gemeinsam besprechen wir die schrittweise Steigerung Ihrer Belastung.

Bei der Nachkontrolle kontrolliere ich die Wunden, entferne die Hautnähte und stehe für weitere Fragen zur Verfügung. Auch nach Abschluss der Behandlung bin ich für Ihre Fragen erreichbar.

Weitere Informationen zur Nachsorge →

Häufige Fragen zur TAPP-Operation

Muss das Netz später entfernt werden?

Nein. Das Netz ist für einen dauerhaften Verbleib vorgesehen und wächst in das umgebende Gewebe ein. Eine routinemäßige Entfernung ist nicht erforderlich.

Kann ich das Netz nach der Operation spüren?

Das Netz liegt tief zwischen Bauchfell und Bauchdecke und ist normalerweise von außen nicht tastbar. In der Heilungsphase können ein Ziehen oder Spannungsgefühl auftreten, die nicht bedeuten, dass Sie das Netz selbst spüren.

Ist eine TAPP nach früheren Bauchoperationen möglich?

Ja, häufig ist das möglich. Eine frühere Bauchoperation schließt eine TAPP nicht grundsätzlich aus. Entscheidend sind Art und Umfang des früheren Eingriffs sowie mögliche Verwachsungen. Vorhandene OP-Berichte helfen mir bei der Planung.

Ist für die TAPP ein Operationsroboter erforderlich?

Nein. Die laparoskopische TAPP lässt sich bei den meisten Leistenbrüchen ohne Roboter durchführen. Eine robotische Unterstützung bietet dabei aus meiner Sicht häufig keinen entscheidenden Zusatznutzen. Bei ausgewählten komplexen Befunden kann sie sinnvoll sein.

Persönliche Beratung zur TAPP-Operation in Wien

In meiner Ordination untersuche ich Sie persönlich und erläutere Ihnen den geplanten Eingriff. Die Entscheidung zur Operation und ihren Zeitpunkt stimmen wir gemeinsam ab – unter Berücksichtigung Ihres Befunds, Ihrer Beschwerden sowie Ihrer privaten und beruflichen Pläne.

OP-Termine sind in der Regel kurzfristig innerhalb einiger Tage bis weniger Wochen möglich.

Beratungstermin vereinbarenKontakt aufnehmen

Terminvereinbarung für beide Ordinationen: +43 1 40180 7010 · OP-Termine und medizinische Fragen: +43 680 330 11 45

Zur Leistenbruch-Übersicht →Kosten und Organisation →

Informationen zur Behandlung bei Priv. Doz. Dr. Emanuel Sporn – Facharzt für Chirurgie, Viszeralchirurgie und Gefäßchirurgie, Spezialist für Hernienchirurgie in Wien.

Weitere Informationen

Leistenbruch – ÜberblickOffene Leistenbruch-OPNach der Hernien-OPKosten & Ablauf